Tagestrip nach Whistler

Oder ich könnte auch sagen: Erster ernstzunehmender Kontakt mit Schnee. Es hatte zwar im Dezember einen Tag geschneit, aber nächsten Tag war alles wieder weg. Es ist einfach zu warm. Wenn es mal richtig kalt ist in Vancouver, dann reden wir von 0 Grad. Dafür regnet es eine Menge.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr das Thema Schnee nüchtern seht, denn davon habt ihr ja im Augenblick mehr als euch lieb ist. Jedenfalls war ich voller Vorfreude, als es hieß, wir fahren nach Whistler. Dort liegen immerhin fast 3m Schnee.

Mit Felix seinem Ford Explorer brauchten wir knappe 2 Stunden bis nach Whistler, also eigentlich ein Katzensprung. In Whistler gibt es 2 große Berge, den Blackcomb Mountain und den Whistler Mountain. Mit einem Sightseeing Pass kann man mit der Gondel auf einen der beiden Berge hoch fahren und oben angekommen gibt es die Peak2Peak-Gondel. Diese pendelt zwischen beiden Bergspitzen hin und her und man kann sie so oft benutzen wie man will. Ich sag euch, der Ausblick auf die ganzen Berge, der hohe Schnee überall wo man hinschaut, das ist und bleibt der Wahnsinn.

Nach der aufregenden Schnee-Erkundung sind wir dann auf zum Tubing. Das sieht vielleicht nicht spektakulär aus, aber glaubt mir das fetzt und geht ganz schön ab.

Am Ende dieses grandiosen Tages waren wir alle bitter kalt und müde, doch zum Abschluß wurden wir mit frischem Schnee abermals belohnt, es fing an zu schneien und dass nicht wenig.

Meine Bilder von Whistler habe ich diesmal in ein Video gepackt, da es so viele sind.  Ein paar Bilder, die nicht im Video sind aber noch vorab. Bis dann.

Vancouvers Strände – Teil 2 Kits Beach

Nun komme ich auch schon zum 2. Strand, dem Kitsilano Beach. Der Kits Beach ist der bekannteste und beliebteste Strand in Vancouver. Was macht den Kits Beach so beliebt? Also als erstes wäre da mal der Strand und das Meer. Direkt am Strand grenzt dann der Kits Park mit viel Rasenfläche, Tennis- und Basketballplätzen. Nebenan befindet sich der Kits Pool. Das Wasser aus dem Pool wird direkt vom Meer bezogen. Es handelt sich übrigens um den größten Pool in Kanada.

Doch warum ist denn der Kits Beach nun so bekannt? Ich denke mal, dass das wirklich an der Lage liegt. Der Ausblick ist genial. Am Strand liegen und man schaut direkt auf Vancouver Downtown, dahinter die Berge und davor die zahlreichen Boote, die ein und aus fahren. Der Strand ist auch für seine Atmosphäre bekannt. Denn ein großes Motto am Kits Beach ist: “sehen und gesehen werden”.  Den Rest könnt ihr euch ja sicher denken. ;-)

Eine kleine Geschichte möchte ich euch noch kurz erzählen. Im Kits Park steht ein Stein mit einer Geschichte für Vancouver:

“Vancouver. Im Regen.

Ich war auf meinem Weg nach Hause. Es regnete in Strömen und ich war der Meinung, dass dieses Wetter nur für Enten geeignet war. Ich ging um die Ecke auf den Hof und was sah ich dort? Zu meinem Erstaunen, quakte und planschte eine wunderschöne Pekingente in einer Pfütze. Ich musste schmunzeln, solch eine Freude an einem grauen, nassen Tag wie dieser.

Es gibt die verschiedensten Wörter für Regen. Dröhnender Regen, flüsternder Regen, Regen, der dich in den Schlaaf wiegt und Regen auf den Blättern, der dich erwachen lässt. Harter Regen, sanfter Regen, seitlicher Regen, Regen der dich unverzüglich nass macht und Regen der wie sanfte Küsse deine Wange berührt.

Regen bringt uns alle Grautöne, doch genauso bringt er uns das Grüne, was uns umgibt und uns segnet.”

Vancouvers Strände – Teil 1 English Bay

Wie der Titel es schon erahnen lässt, wird dies eine Artikelserie.  Den Anfang macht English Bay, weil dies einer meiner Lieblingsstrände ist und zur Zeit auch vor meiner Haustür liegt.

English Bay ist der beliebteste Strand im Vancouver Downtown Gebiet.  Auf dem Rasen oder am Strand chillen, Fahrrad fahren, joggen, skaten oder einfach nur spazieren gehen.  Es ist immer Bewegung am English Bay. Vor allem wenn wir schönes Wetter haben, strömen die Leute zum English Bay und genießen die befreiende und enspannende Aussicht.

Was für ein Dezember!

Es gab viele Anlässe letzten Monat, die Grund zum feiern gaben. Der Dezember begann mit der Weihnachtsfeier bei Tim Hortons. Unsere Manager luden uns zum Bowling ein. Weiter geht es zu Yvonnes (21. :-) ) Geburtstag. Zu diesem Anlass charterten wir eine Limousine für eine einstündige Stadtrundfahrt durch Vancouver. Anschließend ging es in den Club.

Mitte Dezember bin ich dann von Kits weggezogen und wohne jetzt bei Anne, bis ich …., ja weiss auch nicht wie lange, denn durch die Olympischen Spiele ist es nicht leicht was zu finden.

Wie ihr ja wisst wurde der A-Team Movie in Vancouver bis mitte Dezember gedreht. Marwan hatte das Glück als Schauspieler auf der Gästeliste der Wrap Up Party zu stehen und nahm mich als Begleitung mit. Was für ein Abend. Am Anfang war ich jedoch zu schüchtern Fotos mit jedem zu machen, so dass mir einige Stars (z.B. Bradley Cooper) durch die Lappen gingen.

2 Tage später gab es dann schon die nächste Wrap Up Party, Remis. Er ist jetzt wieder in Frankreich und macht sein Studium zu Ende. Da Remi halb Äthiopier ist, sind wir in ein Äthiopien Restaurant gegangen und haben den Abend im Red Room Club abgefeiert. Am Sonntag sind Anne, Yvonne und ich dann nochmal mit Remi essen gegangen und haben ihm traditionell eine kanadische Flagge übergeben.

Und nun zum schönsten Event des Jahres. Der Basti ist in Vancouver gelandet. Und trotz der Verspätung und dem vermissten Koffer, hatten wir eine wunderschöne Zeit. Wir hatten mit ein paar Freunden ein entspanntes Weihnachten und unseren ersten Truthahn. Und ich habe unser Assi Julklapp eingeführt, ist sehr gut angekommen. Auch Sylvester haben wir mit ein paar Freunden bei Anne in der Wohnung gefeiert. Der Abend war super lustig, da wir alle auch ziemlich zeitig angeheitert waren. Verwundert waren wir, da es weder Countdown im Radio noch Feuerwerk gab. Nicht eine einzige Rakete am Himmel. Die 2 Wochen mit Basti sind aber auch sowas von schnell vergangen. Jetzt heisst es nochmal 5 Monate warten bis zur Wiedervereinigung.

Jetzt muss ich mich erstmal auf meinen neuen Job konzentrieren. Ich bin der System Supervisor für Gameday Management für die Olympischen Spiele. Was genau meine Aufgaben sind, werde ich in den nächsten 3-4 Tagen erfahren. Wie immer, ich werde berichten.

Viel Spaß mit den Bildern.

P.S. Für Feedback bin ich gern zu haben. :-)

Harbour Lookout

Ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr. Mögen die guten Dinge in Erinnerung bleiben und die Schlechten vergessen werden, so dass wir mit neuem Mut und neuer Kraft ins Jahr 2010 gehen. Haltet an eure Vorsätze und Ziele fest und ich wünsche euch, dass diese in Erfüllung gehen.

Und es gibt noch was zu feiern. Über 10.000 Besucher. Das ist der Wahnsinn. Vielen lieben Dank an meine treuen Leser. :-)

Das neue Jahr möchte ich mit ein paar schönen Bildern beginnen, die ich vom Harbour Lookout gemacht habe.

Fröhliche Weihnachten

Ist es wirklich schon wieder Weihnachten? Die Zeit verging sowas von schnell. Vor allem das letzte halbe Jahr. Dabei muss ich einräumen, dass die Vorweihnachtszeit ziemlich an mir vorbei ging. Das Ganze geht damit los, dass ich keinen Weihnachtskalender habe. Auch feiert niemand den Advent und vom Nikolaus am 6. Dezember hat auch noch niemand was gehört. Des weiteren habe ich in meiner Wohnung (die nun schon zum 3. Mal wechselte) keine Weihnachtsbeleuchtung und zu guter Letzt war ich auf keinem Weihnachtsmarkt. Auch wird dies das erste Weihnachten sein, das ich nicht im Kreise meiner Familie feiern werde.  Ja all das habe und hatte ich nicht dieses Jahr und das gehört für mich nun mal zu Weihnachten dazu (außer vielleicht Nikolaus).

Trotzdem werde ich das Beste daraus machen. Die meisten aus meinem Freundeskreis werden ohne Familie feiern und so machen wir uns auf unsere Art und Weise ein schönes Fest. Außerdem kommt ja der Basti ;-)

Hier ein paar Bilder mit Weihnachtsbeleuchtungen in Vancouver.


Lynn Headwaters Park

Nach langer Regenzeit schien seit einigen Tagen mal endlich wieder die Sonne. Und mit meiner derzeitigen Aussicht auf die schneebedeckten Berge, entschied ich mich an diesem Samstag für einen Hiking-Trail mit den besten Chancen auf  Schnee.

Es sollte der Lynn Headwaters Park sein, dieser liegt über dem Lynn Canyon Park, den ich vor einiger Zeit absolvierte. Wirklich Schnee gab es nicht zu sehen, dafür aber einen Einblick (mal wieder) in die wunderschöne kanadische Natur.

Der Lynn Headwaters Regional Park ist der erste Park mit einigen Sicherheitsvorkehrungen, da die Trails etwas anspruchsvoller sind. Zunächst die klassichen Hinweise wie “Verhalten bei Begegnungen mit Bären” und “Was muss ich bei mir haben (Taschenlampe, Messer etc.)” – das hatte ich natürlich nicht bei mir – und “Vergiss dein Handy, kein Netz”!! Und ganz wichtig, beim Betreten des Parks, muss man sich registrieren.

Der Trail sollte 4-5 Stunden daueren. Erfahrungen zeigten, dass diese Zeitangabe großzügig berechnet ist.

Der Trail war wirklich schön, sehr verwildert und die meiste Zeit am Fluss entlang. Fluss, Berge und Sonne – einfach nur herrlich. Zwischendurch kamen mal immer wieder gefrorene Waldabschnitte. Ich weiss gar nicht mehr wie oft wir auf Wurzeln oder Steinen ausgerutscht sind. Ey Ey Ey.

Am Ziel, einem kleinen Wassefall (klein weil es seit einer Woche nicht geregnet hat), angekommen machten wir eine kleine Pause, nahmen neue Energie zu uns und dann ab auf den Rückweg.

Da wir nun doch ganz schön spät dran waren, rannten wir auf den Abschnitten, die es zuliesen. Der Rückweg war jedoch so anspruchsvoll, dass da nicht viel mit rennen war. Es war nun bereits 16:00 Uhr (Sonnenuntergang) und wir waren noch immer nicht am Ziel. Und da komme ich zum zweiten Problemchen. Wir wußten nicht ganz genau wo wir waren. Eigentlich wollten wir auf unseren alten Trail zurück, aber dass hatten wir irgenwie verpasst.

Na jedenfalls wurde es jetzt schon ziemlich dunkel und man konnte kaum noch seine Schritte sehen. Doch dann endlich um 16:45 Uhr, nach 5 Stunden und 16 km, verließen wir dann den Wald. Glücklich nicht von Wildtieren gefressen worden zu sein trugen wir uns an der Registration wieder aus und planten unser Abendbrot.

Wir haben bis heute noch nicht die Zeitdefinition verstanden. Ich meine ja nur, wir sind gerannt und haben 5 Stunden gebraucht. Der Muskelkater meldete sich noch am gleichen Abend. Mein Knie hat sich heute noch nicht erholt.

Das war mein kleines Abenteuer mit einer großen Portion Spaß und Sport natürlich.

Viel Spaß bei den Bildern.

Ich weiss 10 Dinge, die ich letztes WE getan habe!

Das klingt ziemlich spektakulär oder?! Das ändert sich aber schlagartig, wenn ich euch sage, dass 50% zur Abteilung “Essen & Trinken” gehören. Trotzdem war es ein unterhaltsames Wochenende und “kulturell” gesehen hätte es nicht gegensätzlicher sein können.

Fange ich doch einfach beim Freitag an. In Downtown eröffnete der Ice Rink am Robson Square. Ab sofort der neue Treffpunkt der Stadt. Skating ist gratis und Schuhe kosten 3$. Vor dem Ice Rink ist eine kleine Bühne, auf der jedes Wochenende Live-Bands auftreten. Und wir waren mittendrin. Die verlorenen Pfunde wurde dann gleich wieder angefuttert und anschließend noch begossen.

Am Samstag stand Paintball auf der Liste. Draußen. Regen. Es regnete in Strömen. Doch das soll mir ja egal sein. Mit mehreren Schichten Klamotten ging es dann auf das Feld. Es wurden immer Runden gespielt mit einem Ziel. Zum Beispiel findet den Koffer oder verteidigt den Koffer. Das Gelände bestand aus Hügeln, Bäumen und etlichen Möglichkeiten von Verschanzungen. Endresultat vom Ganzen: Plitsch nasse Füsse, da ich durch mehrere Pfützen gerannt bin, Schrammen an Händen und Knien, da ich im Modder ausgerutscht bin und mich ordentlich hingebackt habe. Ich war kalt, da es ca. 4 Grad waren. Doch es war eine Menge Fun. Und zur Frage ob es weh tut wenn man getroffen wird? JA!

Wie sollte es anders sein. Anschließend ein französisches Crepe und einen Creme Brulee Cheese Cake (mein absoluter Fave zur Zeit). Den Abend ließen wir dann in einem Pub mit Live Musik ausklingen.

Den Sonntag begann ich mal wieder mit Arbeit. Im Anschluß gingen wir zum Wreck Beach im UBC um den Sonnenuntergang zu genießen und gleichzeitig etwas Sport zu machen. Denn zum Strand sind es 470 Stufen.

Hiernach ging es dann in die Stadt zum Klassikkonzert. Und ich muss sagen es war wirklich schön. Mal ganz was anderes für mich. Und weil es so eindrucksvoll war, sind wir im Anschluß noch was trinken gegangen.

Viel Spaß mit den Bildern.

Lynn Canyon Park

Inzwischen bin ich ja nun schon ein kleiner Kanadier geworden. Was ich damit meine? Keine Angst, ich habe keinen Einwanderungsantrag gestellt. Ich meine dies eher in Bezug auf das Wetter.  Was denkt ihr, wie kann man Einwanderer und Kanadier voneinander unterscheiden? Ganz genau, an der Kleidung. Zur Zeit sind es um die 5-9 Grad draußen und waschechte Kanadier laufen mit Shorts oder nur einem Pullover rum, während unser einer Wintermantel, Handschuhe und Mütze für zwingend notwendig hält. Doch ich merke, dass ich immer abgehärteter werde. Das ist auch ganz gut so, denn es regnet hier geradezu jeden Tag, aber auch wirklich jeden Tag und Wärme ist vorerst auch nicht angesagt. Das bedeutet man macht seine Pläne nicht vom Wetter abhängig, sondern plant einfach und zieht es dann durch, mit oder ohne Regen/Sonne.

Da ich inzwischen Sonntag bis Freitag arbeiten bin, ist der Samstag der einzige Tag, an dem ich lange Hiking-Touren planen kann. Wenn ich von der Arbeit komme, beginnt schon der Sonnenuntergang.

Demzufolge besuchte ich mit Anne letzten Samstag bei strömendem Regen den Lynn Canyon Park. Regen stört mich persönlich überhaupt nicht mehr, da ich von oben bis unten mit Regenkleidung ausgestattet bin. Regencape für den Rucksack, Wasserdichte Schuhe, Regenhose und Regenjacke. Was braucht man mehr.

Von allen Trails war das bis jetzt der Beeindruckendste. Beim Wandern am Fluss entlang und über die Lynn Canyon Hänge Brücke, kann man glatt alles um sich herum vergessen. Bei solchen Hiking Trips vergisst man vor allem, dass man in einer Großstadt lebt. Was Vancouver bietet ist einfach unschlagbar.

In Downtown ist immer was los!

Oh ja, man kann durch Downtown schlendern und an irgend einer Ecke ist immer was los. Wie auch letztes Wochenende. Mal wieder konnte ich der Crew beim Dreh zum A-Team Movie zuschauen. Ich glaube das war jetzt schon das 5. Mal. Zwei Blocks weiter hatte Tiesto, ein DJ aus Holland, ein kleines Gratis-Konzert gegeben. Das haben wir dann natürlich auch noch mitgenommen.

Für diejenigen, die Tiesto nicht kennen. Hier gehts zu seiner Wikipedia-Seite.

Meine selbstaufgenommenen Videos werde ich später über Twitter posten. Hier von Tiesto ein Song, der mir persönlich sehr gefällt. Tiesto – Elements of Life